Current Research: Black Power in Eastern Europe. Angela Davis and her images

Who shows solidarity with whom and how does not only have significant consequences for the ones to be oppressed, but also can be part of political instrumentalization. Angela Davis` case and the double solidarity with her by artists and by dictators of Eastern European states in the 1970s is one striking example. Davis was made an icon of resistance by socialist governments in the former Eastern Bloc, but never openly expressed solidarity with those who were oppressed or dissented within Eastern Europe’s party dictatorships. It was oppositional artists in the socialist countries who criticized both Davis’ lack of solidarity, which might be explained by a lack of information in the beginning, as well as the hypocrisy of their government’s support.

This project examines the role of Angela Davis for art and art history in Eastern Europe in the 1970s. Kata Krasznahorkai investigates the question of how, why, where, and with what consequences the image of the black US-American civil rights activist was used as a propaganda tool and as camouflage in Eastern Europe. Using files from state security in the GDR and Hungary as well as Davis’s private archive, the project analyzes how in art Angela Davis served as a figure of identification for the state and, at the same time, for subversive artists, shaping art from state-commissioned history paintings to radical illegal performances. The political instrumentalization and role of Angela Davis has never been examined for its impact on art and art historiography in the context of the Cold War.

This research at the University of Zurich is supported by the Gerda Henkel Foundation.

The question is how the Causa Davis offers new perspectives on racism and the question of human rights in the context of art and culture in Eastern Europe.

Angela Davis, die Stasi und subversive Kunst 

Die Ausstellung | Episode 1

Mit einer Postkartenaktion wurde zwischen 1970 und 1972 in der DDR eine bemerkenswerte Propagandamaßnahme gestartet und durchgeführt. Ziel war die Freilassung der Black-Power-Aktivistin Angela Davis, die 1970 wegen des Vorwurfes des Terrorismus in den Vereinigten Staaten inhaftiert worden war. Doch warum setzten sich Erich Honecker und die SED-Führung für die Bürgerrechtlerin ein? Und wie stand die Aktivistin Davis selbst zu der Instrumentalisierung ihrer Person durch das kommunistische Regime? Unter anderem diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Forschungsprojektes von Dr. Kata Krasznahorkai, das von der Gerda Henkel Stiftung gefördert wird. Sie spielten außerdem bei der Konzeption einer Ausstellung zu Angela Davis in der Kunsthalle im Lipsiusbau der Staatlichen Kunstsammlung Dresden eine Rolle, die die Wissenschaftlerin im Rahmen ihrer Forschungen besucht. 

Angela Davis, die Stasi und subversive Kunst 

Die Künstlerinnen und Künstler | Episode 2

Wie standen die Künstlerinnen und Künstler Osteuropas zur Bürgerrechtlerin Angela Davis? Erfüllte die Aktivistin die Hoffnungen der Kunstschaffenden? Und inwiefern konnten diese das Image Angela Davis für ihre Zwecke nutzen? Auch dieser Frage geht die Kunsthistorikerin Dr. Kata Krasznahorkai in ihrem Forschungsvorhaben nach und spricht daher mit Künstlerinnen und Künstlern der Zeit – so beispielsweise mit Mitgliedern der Orfeo-Group, die versuchte, den Kommunismus von links zu reformieren.

Angela Davis, die Stasi und subversive Kunst 

Im Staatssicherheitsarchiv | Episode 3

Die Kunsthistorikerin Dr. Kata Krasznahorkai untersucht in ihrem von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Forschungsprojekt die Rolle der Bürgerrechtsaktivistin für Kunst und Kunstgeschichte in den 1970er-Jahren in Osteuropa. Dafür blickt sie jedoch nicht ausschließlich auf die Kunst, Künstlerinnen und Künstler selbst, sondern bezieht ebenso Akten der Staatssicherheit in ihre Forschungen mit ein. Das Quellenmaterial gibt dabei nicht nur Auskunft über die Reaktionen der Bevölkerung auf die Kampagne, sondern ebenso über die Einstellungen der Künstlerinnen und Künstler zu Angela Davis.

Angela Davis, die Stasi und subversive Kunst 

Das Generalinterview mit Dr. Kata Krasznahorkai | Episode 4

Welche Rolle spielte die Bürgerrechtsaktivistin Angela Davis für die Kunst und Kunstgeschichte in Osteuropa der 1970er-Jahre? Dieser Frage geht die Kunsthistorikerin Dr. Kata Krasznahorkai in ihrer Forschung nach und betrachtet dafür unter anderem Akten der Staatssicherheitsbehörden. Im abschließenden Generalinterview der Videoreihe spricht die Wissenschaftlerin über Herausforderungen des Projektes und darüber, was sie an dem Thema fasziniert – reflektiert jedoch auch, wie erfolgreich die Kampagne war, inwiefern diese noch heute nachwirkt und wofür die Ikone Angela Davis stand und steht.

Von “Freiheit für Angela Davis” bis Black Lives Matter 

Interview mit Kata Krasznahorkai über Black Power in Osteuropa, Angela Davis und ihre Rezeption heute

How Angela Davis became an icon in East Germany

In the US, Davis was regarded by many as an enemy of the state, but in the GDR, the civil rights activist was a superstar. What role did she actually play in East Germany?

Color–blind and Color–coded Racism: Angela Davis, the New Left in Hungary, and “Acting Images”

Article by Kata Krasznahorkai on ArtMARGINS